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Jener Zwitterraum zwischen Bett und Schreibtisch

Planer im Gespräch. Das „geplante“ Bad ist aus keinem Hotelzimmer mehr wegzudenken. Sandro Meneghello und Marco Paolelli berichten über die grundlegenden Entwicklungen im Planungsbereich, Terri Pecora betont die neue Hauptrolle von Atmosphäre und Wohlgefühl.

Jener Zwitterraum zwischen Bett und Schreibtisch

Meneghello Paolelli Associati

„In einem üblicherweise kleinen Raum wie dem Bad spielen diverse Elemente eine wichtige Rolle: Sanitärobjekte und Dusche oder Badewanne, Armaturen, Boden- und Wandbeläge sowie Möbel, die sich durch vielfältige Herstellungsprozesse und Materialien unterscheiden. Jedes dieser Elemente hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend weiterentwickelt. So zum Beispiel entfällt bei den Wasserinstallationen der Bodenabfluss, haben sich die Befestigungssysteme für Sanitärobjekte und WC-Abfluss (spülrandloses WC) verändert und, last but not least, hat die moderne industrialisierte Welt den Wasserverbrauch optimiert, indem sie die Badewanne allmählich durch die Dusche ersetzte. Die Hotelbranche sorgte für einen beispiellosen Innovationsschub, der die Integration des Bades in das Schlaf- oder Wohnzimmer bewirkte. An die Stelle der Einbaubadewannen treten Duschnischen, die auf das Schlafzimmer blicken. Sofern vorhanden, ist die Badewanne freistehend und in den Wohnraum integriert. Der Waschplatz verwandelt sich hingegen in eine Insel, die den Raum zum Tresen- oder Schreibtischbereich abgrenzt. 
Feinsteinzeug ist bislang das Referenzmaterial für diese Bereiche. In naher Zukunft stellen wir es uns nicht mehr nur als Gestaltungsmittel vor, sondern auch als Storytelling-Element, ähnlich der Tapete, die im letzten Jahrzehnt einen Wandel erlebte.“

 

Terri Pecora

„Das ‚geplante‘ Bad ist heute aus keinem neuen Zuhause und keinem Hotelzimmer mehr wegzudenken. Viele sind sich klar darüber, dass die Gestaltung des Bades als besonderen Rückzugsort, den man stolz dem Besucher zeigt, einen hohen Stellenwert besitzt. Ich denke, dass dieser Wandel in allen Bereichen vom Gewerbe- bis zum Wohnungsbau stattgefunden hat. Und dass er auch mit der Relevanz zu tun hat, die dieses Thema in der Presse einnimmt. Das Badezimmer ist auf das Design, die Ästhetik und Interior-Trends fokussiert, aber auch auf veränderte Bräuche in Hinsicht auf Körperpflege und Hygiene sowie auf die Notwendigkeit von nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Produkten.

Das Badezimmer im Hotel hat sich wohl am radikalsten gewandelt. Selbst die bescheidensten Herbergen bieten bis ins Detail gestaltete Bäder, von den Sanitärobjekten über die Duschen oder Badewannen bis hin zu den Armaturen und Belägen. Durch das verstärkte Augenmerk auf Atmosphäre und Wohlgefühl zeichnet sich auch im Lichtdesign ein Umschwung ab.

Heute sind Feinsteinzeugfliesen gefragt wie nie zuvor. Im Interior-Design geht der Trend stark in Richtung Farbe, Muster und Vintage, wofür der Markt entsprechende Lösungen bietet. Fliesen halten zunehmend auch in anderen Räumen, etwa als Wandverkleidung im Schlaf- oder Wohnzimmer Einzug. Und die Wirkung gefällt mir sehr.“

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