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Hybride Räume im Zeichen der Geselligkeit

Lesezeit: 5 Minuten

Hybride Räume im Zeichen der Geselligkeit
Patricia Viel

Interview mit Patricia Viel

Das Büro Antonio Citterio Patricia Viel entwarf die Installation für den Marazzi Showroom auf der Milano Design Week. Ein behagliches und gastfreundliches Wohnambiente, in dem die Küche durch den Einsatz keramischer Beläge eine Einheit mit dem Wohnbereich bildet. Ein Raum, der nicht die Küche, sondern das Kochen, nicht das Wohnzimmer, sondern das Beisammensein feiert.

Die Küche ist seit jeher ein Ort der Beziehungen und spiegelt in ihrer typologischen Geschichte die gesellschaftliche und technologische Weiterentwicklung wie auch die unterschiedlichen Kulturen im fruchtbaren Spannungsfeld zwischen Tradition und Modernität wider. Experimentierfeld für Innovationen ist sie heute Ausdruck eines hybriden und vielseitigen Lebensstils, der durch das Konzept „Living Kitchen“ zum Ausdruck gebracht wird: ein dynamischer, offener Wohnbereich, in dem Küche und Wohnzimmer miteinander zum Kern der Wohnung verschmelzen. Das ist das Thema der Installation des Büros Antonio Citterio Patricia Viel für den Marazzi Showroom in Mailand, bei der die Gestaltungsvielfalt der Kollektionen Mystone Travertino in der Version Navona, hier als glänzendes Mosaik in ovaler Form eingesetzt, und die vibrierende Leuchtkraft der Kollektion CrogioloRice in der Farbnuance Natural (Formate 5x15 cm, 7,5x20 cm und 15x15 cm) unter Beweis gestellt werden. Für die Küchenarbeitsplatte wählte man Mystone Travertino Silver.


Auf welchem Konzept basiert diese Installation?
„Das Ziel“, antwortet Architektin Patricia Viel, „war, ein behagliches und gastfreundliches Wohnambiente zu schaffen. Die Küche bildet fast eine Einheit mit dem Wohnbereich, und der Dialog zwischen den beiden Räumen wird durch die verwendeten Materialien und Farben verstärkt. Und durch ständige optische Bezüge: So ist zum Beispiel der Sockel der Sitzbank mit dem gleichen Feinsteinzeug wie bei der Arbeitsplatte und Kücheninsel gestaltet. Die neuen Einrichtungselemente, die Regale und die Aufteilung des Raums vermitteln ein Zugehörigkeitsgefühl, das zur sozialen Interaktion anregt. Die verwendeten Materialien wie Eiche für den Küchentisch und Feinsteinzeug – die Kleinformate von Crogiolo Rice und die Steinoptik der Kollektionen Mystone, die an die Handwerkskunst erinnern – verleihen ein Gefühl von Wärme und zeitlosem Wohnambiente. Die ausdrucksstarke Materialität und das Design des Formats können sich mit der puristischen Schlichtheit fernöstlicher Interieurs ohne Einrichtungen messen, die optisch reich und elegant wirken, aber deren Ästhetik ganz durch die Haut der Wände bestimmt wird. Hier bestimmt die Innenarchitektur den Raum, der nicht die Küche, sondern das Kochen, nicht das Wohnzimmer, sondern das Beisammensein feiert“.


Was für ein Beziehungsraum ist die Küche heute geworden?
„Genau das richtige Wort“, fährt Viel fort, „ist ‚Beziehung'. Der interessante Aspekt der Küche ist, wie sie sich in ihr Umfeld einfügt und zu einem Zeugnis unterschiedlicher Epochen und Lebensweisen wird. Und das ist auch einer der faszinierendsten Aspekte bei der Küchenplanung: sie verkörpert den gesellschaftlichen Wandel, der von Designern und Architekten fotografiert oder, in gewisser Hinsicht, vorweggenommen wird. In den 70er Jahren war die Küche ein privater Ort, den es zu verstecken galt. Heute ist sie jedoch etwas, das man Freunden gerne herzeigt und wird eins mit dem Ambiente zum geselligen Zusammensein, was früher ausschließlich dem Wohnzimmer vorbehalten war. Das ist es, was wir in der neuen Installation vermitteln wollten“.


Welche Rolle spielen keramische Materialien beim Wandel der Küche?
„Sie haben den großen Vorzug, vielseitig zu sein“, meint Viel abschließend. „Keramik ist ein wundervolles Material, eines der ältesten und sicherlich vielseitigsten, da es in Bezug auf seine Anpassungsfähigkeit und zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowohl hightech, in seiner sichtbaren Schönheit aber auch lowtech ist. Mit einem Wort sind es Materialien, die sich anpassen und neuen Bedürfnissen gerecht werden“.

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