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Der neue Londoner Showroom als Ort der Begegnung und des Dialogs zwischen Marazzi und den Architekten befindet sich mitten in Clerkenwell

Der neue Showroom nach einem Entwurf von Lorenzo Baldini und Antonio Pisano vom Büro Marcel Mauer erstreckt sich über drei Geschosse mit unterschiedlichen Funktionsbereichen

Der neue Londoner Showroom als Ort der Begegnung und des Dialogs zwischen Marazzi und den Architekten befindet sich mitten in Clerkenwell

Ein einzigartiger Ort, der Kooperationsstätte für Planer, Plattform für kulturelle Events und umfassendes Materialarchiv zugleich ist. Mit diesem Ziel gestalteten die Architekten Lorenzo Baldini und Antonio Pisano vom Büro Marcel Mauer das Konzept des Londoner Showrooms von Marazzi. Hierbei wiesen sie jedem Geschoss des Objekts eine andere Funktion zu: die mehr an die Öffentlichkeit gerichteten Aktivitäten im Erdgeschoss, das als Empfangsbereich und Aushängeschild dient, die Arbeitsbereiche im ersten Geschoss, wo das natürliche Licht genutzt wird, und das Archiv im Souterrain.

Für den Eingang wählten sie eine ungewöhnliche Lösung, die sich im Straßenbild abhebt. Das Portal ist eine regelrechte zweite Fassade, die eine Art Kulisse bildet. Die Platten aus Feinsteinzeug fügen sich zu einer kraftvollen Komposition, die Präzision, Detailtreue und Innovation zum Ausdruck bringt. So feiert das keramische Material in der ausgefallenen Doppelrolle des Hauptakteurs und des Bühnenbildes einen großen Auftritt. Die Installation präsentiert nicht nur lediglich das Produkt, sondern wird zum Narrativ, das eine Geschichte erzählt oder einen Eindruck vermittelt.

Über diesen Zugang gelangt man in einen freundlichen Hauptraum, der vom antiken Theater inspiriert ist. Wuchtige Stufen klettern bis zur Decke empor und bieten das Material nicht nur als Belag sondern auch als Baukörper dar. Diese unerwarteten, imposanten, beinah überdimensionalen Blöcke dienen nicht nur der Ansicht, sondern auch als Sitzgelegenheiten bei Präsentationen und Performances. Jede Stufe ist mit einem anderen Feinsteinzeug gestaltet. Betonoptik, Marmoroptik und Steinoptik finden in den Farbabstufungen von Dunkel bis Hell einen gemeinsamen Nenner, der den Raum eint und die Vertikalperspektive betont. In der vierten Ecke die Treppe: ein großer schwarzer Zylinder mit 3D-Mosaikbelag.

Die Zielvorgabe für das erste Geschoss lautete, eine flexible, lichtdurchflutete und zweckmäßige Arbeitsumgebung zu gestalten, die dem Industrieflair von Clerkenwell weitestgehend treu bleiben sollte. Dazu wurden alle Raumtrennungen entfernt, so dass ein einziger großer Raum, ein Zwischending aus Künstleratelier und Architekturbüro entstand. Durch den Raum schlängelt sich ein riesiger, 20 Meter langer Tisch, an dem in Gruppen oder einzeln gearbeitet werden kann. Weiße Hängekuppeln über dem Tisch markieren diverse Arbeitsbereiche und gewährleisten den notwendigen Geräuschkomfort.

Die historische Optik des Raums bleibt indes gewahrt. Vor der Hauptwand aus Sichtmauerwerk werden die Moodboards für Keramikmaterial wie große Gemälde inszeniert. Große Glasflächen mit Stahlrahmen ermöglichen die Gestaltung von Arbeitsflächen und das Verstauen von Feinsteinzeugplatten in darunter befindlichen Regalen.

Unter dem Erdgeschoss befindet sich ein Souterrain, das als Archiv sowie als Funktions- und Konsultationsraum genutzt wird. Aus diesem Grund entschied man sich für eine maßgefertigte, raumhohe Regalwand mit mehr als 400 Schubladen, die den gesamten Produktkatalog aufnehmen kann. So kann der übrige Raum frei genutzt werden, etwa für den Empfang von Besuchern.

 

Ph Paul Read

 

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