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Zum Digitalen im glokalen Kontext

Lesezeit: 4 Minuten

Zum Digitalen im glokalen Kontext

Interview mit Palomba Serafini Associati

Ludovica + Roberto Palomba verantworten das digitale Projekt der Ausstellung Elle Decor Grand Hotel, das einen Schritt zu einer neuen Art der Umsetzung temporärer Installationen darstellt. Weit mehr als eine einfache Ausstellung, handelt es sich um ein echtes architektonisches Projekt im historischen Rahmen von Palazzo Morando in Mailand.

Wie die Pandemie den menschlichen Erfindungsgeist beflügeln kann. Um die gewohnte Herbstausstellung zu den Themen Objektbau, Hospitality und Interior Design zu präsentieren, beauftragte Elle Decor Ludovica + Roberto Palomba mit der Veranstaltung eines 100 % digitalen Events. Vom Grand Hotel zum IperHotel bietet die Ausstellung eine Gelegenheit, einen Blick auf das Potenzial der Technologie und die neuen temporären Ausstellungsformate zu werfen.

„In erster Linie,“ so Roberto Palomba, „ermöglicht uns das Digitale, eine Geschichte zu erzählen, nicht nur dem Mailänder, sondern auch dem internationalen Fachpublikum, das dabei einen anderen (realen) Ort Mailands entdeckt. Gleichzeitig wird auch das temporäre Ausstellungskonzept, das eine physische und lokale Dimension des Events voraussetzt, erweitert. In Zukunft können wir ‚glokaler‘ sein, also die physische Ausstellungmit einem Online-Unterhaltungserlebnis begleiten, das Vorstellungswelten eröffnet, die die Grenzen des realen Raums sprengen. Heutzutage ist die Simulation so perfekt, dass sie eine sehr realitätsnahe, ja sogar hyperrealistische Wahrnehmung der Räume bietet. Die Simulation hält die Empathie und die Emotion an die Entdeckung der Räume gefesselt. Real und virtuell sind die zwei Erzählebenen, die zusammen etwas Neues schaffen.”

Zu den gestalteten Räumen. „Hyperhotel ist ein echtes architektonisches Projekt. Es war für uns, wie wenn wir wirklich ein Hotel planen mussten. Wir sind von der Distanzierung und Trennung ausgegangen, Konzepten, denen wir positive Werte verliehen haben. So werden Filter- und Barriereelemente hier zu Szenarien, bepflanzten Mauern und Theaterkulissen, die die Qualität des Raums prägen. Für eine charmantere und poetischere Lösung der aktuellen Probleme. Der Lounge-Bereichwird zu einer Sequenz von drei Räumen, in denen die räumlichen Elemente Hyperlinks öffnen und eine Verknüpfung zwischen der Spezifizität der Architektur und der mailändischen Kulturszene herstellen. Wir haben uns dabei vom räumlichen Konzept bis zur Gestaltung der Gegenstände und Oberflächen vorgewagt. Die Kollektionen von Marazzi ermöglichten uns, dem digitalen Entwurf eine physische und materielle Wahrnehmung zu verleihen. Der glänzende Marmor reflektiert die Farbe des Lichts, so wie die Steinoptik, insbesondere die von Grande Stone Look Ceppo di Gré, die die Mailänder Urbanität am meisten zum Ausdruck bringt, dem zweidimensionalen Bild Materialität verleiht.”

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