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Wie hedonistisch wird das Badezimmer

Planer im Vergleich: Die Planer von Palomba Serafini Associati erzählen uns, wie stark sich das Bad vom rein funktionell geprägten Raum zum emotionsgeprägten Ort gewandelt hat, während für gumdesign der Akzent auf einer Rückbesinnung auf die Körperpflege und der zunehmenden Aufmerksamkeit für Schönheit und Umweltverträglichkeit liegt.

Wie hedonistisch wird das Badezimmer

Das Badezimmer ist das Ambiente, das sich am meisten weiterentwickelt hat, und das nicht nur in Wohngebäuden sondern auch in öffentlichen und in Horeca-Bereichen. Der Wandel betraf nicht nur Innenausbau und Einrichtung sondern vor allem das Raumkonzept. Innerhalb dieser Entwicklung fanden auch Keramikmaterialien neue Formen, weitere Innovationen zeichnen sich ab. Wir haben einige Designer, die sich seit Jahren mit der Planung von Badezimmern befassen, darum gebeten, uns mögliche zukünftige Szenarien aufzuzeigen.

 

Palomba Serafini Associati

„Das Badezimmer hat seit Beginn der 90er Jahre eine kulturelle Revolution erlebt und sich vom rein funktionellen Raum zum Ort der Emotionen entwickelt. Man hat begriffen, dass dieser Teil der Wohnung auch eine andere, verstärkt ästhetische Funktion annehmen konnte. Die Barrieren zwischen Installateur und Architekt sind weggefallen und auch das Bad ist zu einem Raum mit Konzept geworden. Von rein funktioneller Sanitärware ging man über zu Produkten, die eine Geschichte erzählen und Teil eines neuen täglichen Rituals geworden sind. Verändert haben sich Materialien und Farben, das Design ist ansprechender und weniger technisch geworden; darin spiegelt sich der Übergang von der technisierten Ära zu einem eher reflektierten und spirituellen Zeitgeist. Die Badezimmer in Hotels haben sich am meisten verändert. Sie sind dank eindrucksvoller Gestaltung wichtiger als der Schlafbereich und geradezu ein Anziehungspunkt geworden.

Die Wandverkleidungen sind kein rein funktionelles Element mehr, sondern können mit ihren Leistungen das ganze Projekt prägen. Wenn Fliesen natürliche Materialien nachbilden und hohen Nachhaltigkeitswert bieten, dann bringen sie auf großartige Weise die Natur ins Bad. Feinsteinzeug verlässt zunehmend sein angestammtes Terrain und wird nicht mehr nur als Belag sondern mittlerweile auch für Ablagen verwendet oder in Einrichtungsgegenstände integriert. Die heute erhältlichen ultraflache Fliesen sind viel leichter, deshalb können wir sie auch im Schiffsbereich oder in Wolkenkratzern einsetzen, wo das Thema geringes Gewicht eine wichtige Rolle spielt“.

 

gumdesign - Laura Fiaschi + Gabriele Pardi
„Verändert haben sich die Wünsche und Visionen für ein Badezimmer, es soll heute groß und offen sein. Materialien und Einrichtungselemente werden immer wertvoller, man legt Wert auf Umweltfreundlichkeit, Körper und Geist sollen sich wohl fühlen. Man sieht gewissermaßen eine Rückkehr zu den Ursprüngen – römische Thermen, türkische Bäder – zu Orten, die der Körperpflege dienen. Und den Einrichtungselementen, den „Bewohnern“ des Bads, kommt bei ihrer Planung mehr Aufmerksamkeit zu. Es erfordert Sensibilität, um Funktionalität, Nachhaltigkeit und Schönheit zu vereinen, damit sie zur Quelle von Wohlgefühl werden. Die Einrichtung besteht aus frei einsetzbaren Elementen mit klar definiertem Design, die nicht an einen bestimmten Kontext gebunden sind, sich also genauso gut in eine Wohnung wie in ein Hotel einfügen lassen. Die Oberflächen im Bad werden dank drucktechnischer Innovationen oder neuer Materialien wie Tapeten dekorativer und führen zur Entwicklung neuer Designkonzepte.

Auch die Keramik erfährt eine starke Weiterentwicklung. Wir lieben dieses Material und wollen es daher nicht verstecken oder „kostümieren“ sondern seine speziellen Eigenschaften herausstellen. Die Farben und natürlichen Muster von Keramik lassen sich in Wohnräumen und Wohngebäuden als Bodenbelag wie auch als Wandbelag effizient einsetzen“.

 

 

 

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