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Project Portfolio

In die Hügel gebettet

Lesezeit: 4 Minuten

In die Hügel gebettet

Storm Studio hat mitten in der Toskana eine Landvilla gebaut, die sich beinah unsichtbar in den Hang schmiegt. Der Grundriss folgt dem Geländeprofil wie auch die Baustoffe die typischen Farben aufgreifen. Das Design hingegen übersetzt die lokale Tradition in eine zeitgemäße Sprache.

Die vom Büro Storm Studio Architecture entworfene Villa liegt mitten auf dem Land in der Toskana in einer Gegend, die unter Landschaftsschutz steht.


Das Projekt beruht auf einem unfertigen Bau aus den achtziger Jahren. Die horizontale Grundform folgt mit ihren Volumen der vorgefundenen Hanglage und schmiegt sich, dem Gelände folgend, terrassenförmig in die Landschaft.


„Wir wollten die traditionelle Architektur des Ortes im weitesten Sinne interpretieren“, erklärt Stefano Benatti, Mitbegründer des Büros Storm Studio Architecture. „Wir haben der landschaftlichen Dimension des Projektes und seiner Einbettung in die Umgebung mit Fluchtlinien und Baustoffen Rechnung getragen.“


Der Landschaftsschutz gab zwar strenge Auflagen in puncto Architektur und Material vor, doch zugleich regte er auch zu spannenden Lösungen an. Das Projekt fügt dem ursprünglichen Baukörper ein weiteres Geschoss mit dem Schlafbereich hinzu, das die Dachebene erhöht. Das Erdgeschoss wurde hingegen erweitert, um dem Wohnraum mehr Platz einzuräumen. Die Architekten gestalteten den Grundriss neu und öffneten den ursprünglichen Bau nach außen, insbesondere in Richtung Pool.


Die Höhenunterschiede und das Gefälle des Hügels sind durch Mauern und steinverkleidete Aufschüttungen ausgeglichen, die an die typischen Trockenmauerwerke der ländlichen Architektur in dieser Region erinnern. Mit dem Projekt wollten die Architekten die traditionelle Architektur zeitgemäß interpretieren. Sie verwendeten daher Sichtmauerwerk für die Außenmauern, Putz in den Erdfarben der Region für den Hauptgebäudeteil und lackiertes Metall für den Schornstein und die Blumenkästen an der Fassade.


Der kluge Einsatz von Pflanzen verstärkt noch den Camouflage-Effekt des Gebäudes. Dank dieser Symbiose wirken die Außenbereiche wie Terrassen, Aufgänge und Eingänge besonders durchdacht. Gekennzeichnet sind sie durch das Feinsteinzeug in Steinoptik Mystone Pietra Italia20 Beige (Format 40x120 cm), das auf einem Doppelboden verlegt ist und die meisten Terrassenflächen gestaltet, und durch die Holzoptik der Kollektion Treverkdear20 Brown (Format 20x120 cm), ebenfalls auf Doppelboden, mit der die Zugangsstufen und Vorbereiche bekleidet wurden.


„Wenn auch zeitgemäß interpretiert, so entsprechen die Baustoffe doch der Architekturtradition des Ortes. Den Naturstein ersetzt das Feinsteinzeug in Materialstärke 2 cm, das, auf einem Doppelboden verlegt, weitläufige ebene Flächen ermöglichte. Das Feinsteinzeug ermöglichte außerdem eine einheitliche Farbgestaltung. Probleme wie die Ableitung des Oberflächenwassers konnten durch den Doppelboden gelöst werden. So entstanden nahtlose, sauber abgegrenzte, wohlgeordnete Belagflächen, die für die Dauer gemacht sind.“