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Die sinnliche Verbindung zwischen Haus und Natur

Das Bad ist ein Raum, der zu einem Erlebnis für die Sinne geworden ist und der immer stärker mit der Natur verbunden ist. Monica Graffeo hebt hervor, wie wichtig es ist, die Verbindung zu uns selbst wieder zu finden, während das Duo der Designer Sandri und Debiasi die Rolle von Materialien und Oberflächen bei der Gestaltung eines Orts der introspektiven Entspannung, in dem man zur Ruhe kommt, betont.

Die sinnliche Verbindung zwischen Haus und Natur

Das Badezimmer ist das Ambiente, das sich am meisten weiterentwickelt hat, und das nicht nur in Wohngebäuden sondern auch in öffentlichen und in Horeca-Bereichen. Der Wandel betraf nicht nur Innenausbau und Einrichtung, sondern vor allem das Raumkonzept. Innerhalb dieser Entwicklung fanden auch Keramikmaterialien neue Formen, und weitere Innovationen zeichnen sich ab. Wir haben einige Designer, die sich seit Jahren mit der Planung von Badezimmern befassen, darum gebeten, uns die nächsten Szenarien aufzuzeigen.

 

Monica Graffeo
„Das Bad hat sich unter dem Gesichtspunkt des Wohlbefindens fast in ein Wohnzimmer verwandelt. Funktionell, aber nicht funktionalistisch. Es ist ein Raum, der zu einem Erlebnis für die Sinne geworden ist: durch die Materialien, die Verwendung des Lichts und den besonderen Genuss des Wassers. Die Top-Hotellerie hat am meisten darauf zurückgegriffen, um ihren Gästen ein Erlebnis der besonderen Art zu bieten. In der häuslichen Wohnkultur macht sich jedoch eine andere Suche bemerkbar: die Öffnung nach außen durch eine immer stärkere Einbindung der Natur. Für mich besteht eine sinnliche Verbindung zwischen Haus und Natur, wie aus dem Buch des Schattensvon Junichiro Tanizachi hervorgeht. Wir sollten die Möglichkeit haben, eine stärkere und emotionalere Beziehung zum Wasser und zur Natur haben, um die Verbindung zu uns selbst wieder zu finden,  Deshalb sind die Themen Grün und „Durchbruch“ nach draußen – eine Glaswand, ein Spalt, ein Durchgang –  wesentliche Aspekte der Badplanung. In der letzten Zeit versuche ich, auch Duschen oder Badewannen zu begrünen und die Vorstellung eines Wasserfalls inmitten der Natur zu wecken. Es gefällt mir aber auch, Pflanzen zu verwenden, um die Vorstellung eines Durchbruchs zu verstärken: eine Glaswand kann, auch wenn sie kleinflächig ist, eine ‚gesunde‘ und wohltuende Wirkung erzeugen und eine Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich schaffen, die ein Gefühl des fließenden Übergangs und der Aufweitung des Raums schafft.
Was die Keramikmaterialien anbetrifft, so würde ich mir wünschen, dass bei Interpretationen aus Feinsteinzeug die natürlichen Eigenschaften eines Materials noch mehr erforscht werden und man über das Konzept der Nachahmung der Natur hinaus gehend trotzdem im Raum der Erinnerung und des Archetyps bleibt”.


Sandri Debiasi
„Das Bad wird zu einem Raum mit mehr Fläche, in dessen Gestaltung mehr Geld investiert wird, was durchaus plausibel ist, wahrscheinlich weil man darin, abgesehen von der Alltagsroutine, eine Qualitätszeit‘ verbringt. Bei der Badplanung für den privaten Bereich wird die Idee eines individuellen Raums der introspektiven Entspannung, in dem man zur Ruhe kommt, bevorzugt. Die immateriellen Aspekte erhalten eine vorherrschende Stellung: die Verwendung des Lichts, die Wahrnehmung des Raums und sogar die Aussicht. Vergessen wir das kleine Kippfenster mit Mattglasscheiben. Heute träumen wir davon, ein Bad mit Blick auf eine Berglandschaft oder auf die Dächer einer Metropole zu nehmen. Produkte und Materialien sollen nicht nur schön sein, sondern auch Erlebnisgefühl hervorrufen: denken wir an die Haptik und an den Duft von geöltem Kernholz, an das Licht- und Schattenspiel auf einer strukturierten Oberfläche, an das Gefühl eines Bades in einer Badewanne aus Naturstein oder an die besonderen Arten von Wasserstrahlen: sanft, einhüllend, leicht und belebend.
Feinsteinzeug vereint hervorragende Leistungsmerkmale mit optischen und sinnlich erlebbaren Eigenschaften, die das Ergebnis einer kontinuierlichen Forschung und technologischen Innovation sind. Wir beobachten bereits, wie dieses Material in Wandverkleidungen von Wohnzimmern oder in  Arbeitsplatten und Fronten von Küchen, aber auch in Tischen und andere Möbeln Einzug hält. Als Produktdesigner und Innenarchitekten finden wir diesen Trend unglaublich interessant und vielversprechend“.

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