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Im Zeichen des Wohlbefindens

Die Sicherheit in Krankenhäusern ist durch die Verteilung der Personen- und Warenströme und die Auswahl der Materialien bedingt: sie müssen antibakteriell, reinigungsfreundlich und strapazierfähig sein. Aber Sicherheit ist auch ein Ort, an dem man sich wohlfühlt wie zu Hause. Wir sprechen darüber mit dem Büro Binini Partners, das auf die Planung von Krankenhäusern spezialisiert ist.

Im Zeichen des Wohlbefindens

Nie wie in dieser Zeit der Pandemiekrise hat man begriffen, wie wichtig die Raumplanung und Materialauswahl für ein gesundes Raumklima und das allgemeine Wohlbefinden der darin lebenden Personen sind.

Und nie wie heute setzt man sich aus mehr oder weniger direkter Erfahrung mit der Komplexität der Aspekte auseinander, die sich auf ein Krankenhaus beziehen: von der Kontrolle der Personenströme bis zur Sicherheit, von der allgemeinen Nachhaltigkeit seines Managements bis zur Instandhaltung und technischen Implementierung. Das 1996 in Reggio Emilia gegründete Ingenieur- und Architekturbüro Binini Partners verfügt über eine konsolidierte Erfahrung in der Planung von Krankenhäusern in Italien und im Ausland. Zu den jüngsten Projekten gehört das Institut IRCCS Galeazzi, das im ehemaligen Expo-Gelände in Mailand gebaut wird.

Krankenhäuser gehören zu den Einrichtungen mit besonders hoher Besucherfrequenz und stellen eine Herausforderung für die Sicherheit von Personen dar.

„Die Optimierung und die rationale Trennung der Zugänge sowohl von außen als auch von innen sind Parameter, die die Planung der räumlichen Anordnung lenken”, antwortet Architektin Cecilia Morini, Partnerin von Binini Partners. „Eine optimale Verteilung der Wege garantiert Schnelligkeit, Sicherheit und Hygiene. Dabei geht es nicht nur um Personenströme, sondern auch um Materialströme.

Zum Beispiel haben verschmutzte und reine Materialien von und zu den ambulanten Abteilungen oder Bettenstationen getrennte Wege, auch in den Anlagen”.

 

Die Sicherheit hängt von der Hygiene der Räume und folglich von der Auswahl der Materialien ab. „Sie müssen die Parameter für ein gesundes Raumklima erfüllen, d.h. emissionsfrei und nachhaltig sein sowie antibakterielle Eigenschaften haben, um die Hygienisierung zu erleichtern.

Die Auswahl ist je nach Einsatzbereich unterschiedlich: widerstandsfähige Materialien für Bereiche mit starker Begehfrequenz; sterilisierbare Materialien für Bereiche wie Intensivstationen oder OP-Stationen, in denen die Boden- und Wandflächen durchgehend verkleidet sind, um die Einnistung von Schmutz und Staub zu verhindern.

In der Regel sind Fliesenhäufiger in Hallen, Gängen oder Bettenstationen anzufinden; hingegen werden Harz- und Kunststoffmaterialien in sterilen Bereichen eingesetzt. Feinsteinzeug, das auch antibakterielle Eigenschaften besitzt, eignet sich gut für Warte- und Gemeinschaftsbereiche sowie für Bettenstationen”.

 

Das neue Projekt für die Gemeinschaftsbereiche des Instituts IRCCS Galeazzi sieht eine ungewöhnliche Nutzung des Tageslichts vor: Das Ambiente, das sich mit einer Verglasung nach außen öffnet, bietet eine wärmere, gemütlichere Atmosphäre, ganz anders als der übliche Eindruck in Wartesälen von Krankenhäusern.

„Wir haben großes Augenmerk auf das Thema der Humanisierung und des internen Komforts der Räume gelegt und behagliche Aufenthaltsbereiche realisiert, indem wir wärmere Farben und Materialien mit Texturen gewählt haben, die Patienten und Besuchern eine häuslichere Atmosphäre vermitteln. Ein auch unter dem therapeutischen Gesichtspunkt nützlicher Aspekt. Zu diesem Ziel trägt auch die technische Implementierung der Gebäude bei: Im Institut Galeazzi werden hochmoderne gebäudetechnische Systeme installiert, um den Einfall des Tageslichts, dessen Abstimmung mit dem künstlichen Licht und die Klimatisierung zu regeln. Dies nicht nur auf zentraler Ebene, sondern auch in jedem Stationsbett und an jedem Arbeitsplatz des Personals.

Demnächst wird die Digitalisierung zur Regelung des Personenstroms in Krankenhäusern mit überhöhter Durchgangsfrequenz angewendet werden: Apps auf Smartphones oder Geräten, die Besucher und Patienten in kürzestmöglicher Zeit zu den gewünschten Bereichen weiterleiten, wodurch sich Wartezeiten und Aufenthaltszeiten verkürzen, aber auch Apps, die eine Fernbetreuung von zu Hause unterstützen”.

 

BIO

Binini Partners ist ein Gemeinschaftsbüro für Architektur und Design mit Sitz in Reggio Emilia. 1996 von Ingenieur Tiziano Binini gegründet, wurde es 2009 in eine Gesellschaft umgewandelt, die alle operativen Tätigkeiten der Gruppe wahrnimmt, und in Binini Associati, ein Büro zur Ausbildung und Organisation von Fachkräften. Das Büro zählt heute 35 Architekten und Planer sowie 15 Partner, zu denen auch Architektin Cecilia Morini gehört. Es kann wichtige Projekte im Krankenhausbereich verbuchen, wie zuletzt das Institut IRCCS Galeazzi in Mailand, das neue Krankenhaus Gemelli in Rom, das MIRE - Zentrum für Geburts-, Kinder- und Jugendmedizin in Reggio Emilia, das CORE - Onkologisches Zentrum in Reggio Emilia und das neue Krankenhaus Careggi in Florenz; außerdem städtebauliche und ingenieurtechnische Werke wie zuletzt das Wasserstraßensystem des Po, der Hafen von San Teodoro (OT) und die Schleuse der Flussinsel.

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