News

INFINITO. L’universo di Luigi Ghirri

Lesezeit: 11 Minuten

INFINITO. L’universo di Luigi Ghirri - 1

Marazzi unterstützt den Dokumentarfilm unter der Regie von Matteo Parisini und mit der Stimme von Stefano Accorsi, der dem großen emilianischen Fotografen dreißig Jahre nach seinem Tod Tribut zollt. Der Film auf einer Tournee durch Italien, die ihn zu einigen der wichtigsten Filmfestivals und Kunstzentren im Herbst führt.

Montag, 5 Dezember, 21.00 Uhr Cesena, Cinema Eliseo

Dienstag, 6. Dezember, 21.00 Uhr Ferrara, Cinepark Apollo

Dienstag, 6. Dezember, 21.00 Uhr Palermo, Cantieri Culturali Zisa

Dienstag, 13. Dezember, 21.00 Uhr Macerata, Cinema Italia

Dienstag, 13. Dezember, 21.00 Uhr Bari, Multicinema Galleria

Donnerstag, 16. Dezember, 20.30 Uhr Fermo, Multiplex Super8

Samstag, 17. Dezember, 17.00 Uhr Parma, Cinema D'azeglio

Dreißig Jahre sind seit dem Tod von Luigi Ghirri vergangen, dem großartigen Fotografen aus der Region zwischen Reggio Emilia und Modena, der mit seinem feinsinnigen Blick die moderne Fotografie revolutionierte. Der Beitrag von Marazzi zur Würdigung seines Todestages ist die Unterstützung für den Dokumentarfilm Infinito. L’universo di Luigi Ghirri („Unendlichkeit. Das Universum von Luigi Ghirri“) des Regisseurs Matteo Parisini („Il nostro Paese“, „La mia virgola“). Der Film, dem Stefano Accorsi seine Stimme geliehen hat, wurde auf dem Filmfestival Rom 2022 in der Kategorie Freestyle uraufgeführt.

Die Verbindung zwischen dem Unternehmen Marazzi Ceramiche – 1935 in Sassuolo von Filippo Marazzi gegründet – und Luigi Ghirri – dessen Familie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Ortsteil von Sassuolo umsiedeln musste – liegt nicht nur in dieser Region zwischen Modena und Reggio Emilia, welche die Basis für den Aufstieg des Unternehmens und die Karriere des Fotografen bildete, der hier geboren wurde und viele seiner zentralen Projekte erschuf. Zwischen Marazzi und Luigi Ghirri entstand eine echte Partnerschaft, bei der dem Fotografen zehn Jahre lang, von 1975 bis 1985, die Tore zur Fabrik offen standen und er die Möglichkeit erhielt, mit neuen Aspekten zu experimentieren und die Grundlagen für seine visuelle Ästhetik zu schaffen. Dieses Band stand 2021 im Mittelpunkt des vielschichtigen Projektes Luigi Ghirri. The Marazzi Years 1975 – 1985, das der Öffentlichkeit anhand eines Fotobandes und verschiedener Ausstellungen ein einzigartiges kulturelles Erbe zugänglich machte, durch das sich die Sicht auf das Werk und Wirken eines Meisters der italienischen Fotografie um neue Elemente erweiterte.

Marazzi würdigt nun erneut die Person und den großartigen Künstler Luigi Ghirri durch seine Unterstützung für den Film Infinito. L’universo di Luigi Ghirri.

„Der Raum zwischen unendlich groß und unendlich klein wird von etwas unendlich Komplexem eingenommen: dem Menschen und seinem Leben, von der Natur. Zwischen diesen beiden Extremen entsteht das Bedürfnis nach Wissen (...) um Realität, Gedanken, Erinnerungen und Fantasie interpretieren zu können. Hier liegt der Ursprung meiner Arbeit.“

Das sind die Worte von Luigi Ghirri, der zu den bedeutendsten und einflussreichsten italienischen Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt. Er stellte sämtliche Definitionen von Fotografie in Frage und brach mit den Regeln seiner Zeit. In seinem Werk erschuf er eine Bildästhetik, die die damalige Fotografie radikal verändern sollte.
Seine pastellfarbenen Aufnahmen der Provinzlandschaft, „dem perfekten Ort“, von wo aus er bevorzugt den Blick auf die Welt richtete, sind mittlerweile ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Seine Fähigkeit, die Landschaften festzuhalten, sei es in banalen Details, Gebäuden oder an einem Strand der Romagna, beeinflusste den Blick seiner Zeitgenossen und den späterer Generationen.
Ghirri verfolgte seinen ureigenen Weg, der sich den Trends seiner Zeit entgegenstellte, und setzte sich in seinem schriftlichen Werk ein Leben lang mit der Bedeutung von Bildern auseinander. Er verfasste zahlreiche Texte – insgesamt 69 in 19 Jahren – die eine Mischung aus poetischen Thesen, existenzialistischer Argumentation und Tagebuch der Auseinandersetzung mit der Gegenwart sind.

„Das Reflektieren stellt ein wesentliches Element im Werk von Luigi Ghirri dar“, so der Regisseur Parisini, „seine Gedankenwelt ist aufs Engste mit seinen Fotografien verbunden, deshalb wollte ich sowohl den Menschen als auch den Künstler Ghirri ergründen.“

In intensiver Arbeit entstand sein tiefgründiger Dokumentarfilm über die Gedanken- und Bilderwelt des Fotografen, dem der aus Bologna stammende Schauspieler Stefano Accorsi seine Stimme lieh. Die Worte Ghirris dienen als Struktur des Dokumentarfilms, der die wichtigsten Aspekte seiner Karriere in der italienischen Provinz der 70er Jahre zwischen landwirtschaftlich geprägter Gesellschaft, Wirtschaftsboom und den Landschaften der padanischen Tiefebene nachzeichnet.

„Neben seinen großartigen Fotos hat mich Luigi Ghirri durch seine Fähigkeit beeindruckt, die Dinge auch mit Worten zu analysieren und wiederzugeben“, kommentiert Accorsi. „Es ist, als ob er das, was er sah und erzählte, ganz exakt darstellen konnte. Er war in der Lage, das Geheimnis, das sich hinter einem Bild verbirgt, ans Licht zu bringen.

“ Der Dokumentarfilm lässt den Zuschauer regelrecht in das Leben von Luigi Ghirri eintauchen, indem er die Äußerungen der wichtigsten Personen, die ihn während der entscheidenden Phasen seines künstlerischen Lebenswegs begleitet haben, neben die Worte des Fotografen stellt. Beispielsweise die Konzeptkünstler Davide Benati und Franco Guerzoni, mit denen er in einem alten Auto die Provinz durchkreuzte, sein erster Druckfachmann Arrigo Ghi und der Kunsthistoriker Arturo Carlo Quintavalle. Nicht weniger wichtig sind die Zeugnisse aus seinem engsten persönlichen Kreis, wie seine Familie, die seinen Anker bildete und ihn „mit der Welt verbunden hielt“, und der Musiker Massimo Zamboni (CCCP, CSI), mit dem der Fotograf zusammengearbeitet hatte.

Der Dokumentarfilm wird durch zahlreiche bisher unveröffentlichte Bilder und Videos aus dem Archiv der Ghirri-Erben Archivio Eredi Luigi Ghirri bereichert, zu dem die Filmemacher freien Zugang erhielten. Die Gedankenwelt von Ghirri spiegelt sich in den Bildern, die in Verbindung mit den Stimmen der anderen Protagonisten des Films einen bezugsreichen Dialog schaffen und dieselbe Frage an den Zuschauer richten, die sich der Fotograf sein Leben lang stellte: Was sehen wir, wenn wir ein Foto anschauen?

Infinito. L’universo di Luigi Ghirri wurde produziert von Lorenzo Cioffi für Ladoc, in Zusammenarbeit mit Adele Ghirri von der Erbengemeinschaft Eredi Luigi Ghirri und in Partnerschaft mit der Stadt Modena und der Region Emilia-Romagna durch die Emilia- Romagna Film Commission, mit Unterstützung von Marazzi und Bper Banca sowie in Zusammenarbeit mit der Stadt Reggio Emilia, der Film Commission der Region Campania der Region Campania, Sky Arte und Rai Cultura.

Zuständig für den internationalen Vertrieb ist Rai Com.


Infinito. L’universo di Luigi Ghirri
Regie: Matteo Parisini
Stimme von Stefano Accorsi


SCREENINGS
Montag, 5 Dezember um 21.00 Uhr im Cinema Eliseo in Cesena - viale Giosuè Carducci, 7
Dienstag, 6. Dezember um 21.00 Uhr im Cinepark Apollo in Ferrara - via del Carbone, 35
Dienstag, 6. Dezember um 21.00 Uhr im Cantieri Culturali Zisa in Palermo - via Paolo Gili, 4
Dienstag, 13. Dezember um 21.00 Uhr im Multicinema Galleria in Bari - Corso Italia 15G
Dienstag, 13. Dezember um 21.00 Uhr im Cinema Italia in Macerata
Donnerstag, 16. Dezember um 20.30 Uhr im Multiplex Super8 in Fermo
Samstag, 17. Dezember um 17.00 Uhr im Cinema D'azeglio Parma