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Leben im Freien zwischen Indoor und Outdoor

Lesezeit: 4 Minuten

Leben im Freien zwischen Indoor und Outdoor
DWA Studio

Interview mit DWA Studio

Frederik De Wachter und Alberto Artesani gründeten 2005 in Mailand das Büro DWA. Das multidisziplinäre Tätigkeitsfeld reicht von Innenarchitektur über Ladendesign bis hin zu Ausstattungen für die Mode- und Designszene. Die Arbeit zeichnet sich durch den multidisziplinären Ansatz und den kontinuierlichen Dialog zwischen verschiedenen Inspirationen aus: große und kleine Projekte, Zitate aus der Pop-Kultur und anderen Stilwelten, puristische Geometrien und wertige Details.

Die Ausstellung „All'Aperto“ (dt. „Im Freien“) zeigte das Leben im Freien und die Abstimmung der Materialien und Einrichtungen auf den Outdoor-Einsatz. Wir sprechen darüber mit dem Büro DWA Studio, das für die Gestaltung der Kreuzgänge von San Simpliciano in Mailand verantwortlich zeichnet.

Das Leben im Freien wurde in den vier Arkaden des Kreuzgangs von San Simpliciano in Mailand zelebriert. Die Rede von der Ausstellung „All‘Aperto“ ist von Elle Decor, gestaltet vom Büro DWA Studio mit dem Landscape-Design von Marco Bay. Die Installation versammelte das „Best of“ italienischer Outdoor-Möbel und -Materialien, darunter auch die Kollektionen Crogiolo Scenario und Terratech von Marazzi. Wir sprechen darüber mit den Gründern von DWA Frederik De Wachter und Alberto Artesani, die auch auf den großen Wandel hinweisen, der sich gerade im Außenbereich vollzieht.


Welcher Inspirationen bedienten Sie sich bei der Ausstattung von „All'Aperto“?

Die Installation besetzt den gesamten Rundgang entlang der Arkaden, die den weitläufigen italienischen Garten einfassen. Die Arkaden bilden eine Art Schnittstelle zwischen den Räumen des Kreuzgangs und dem Freiraum des Gartens. Aus diesem Grund wollten wir die klare Grenze zwischen den Räumen aufheben. Wir haben die Arkaden mit viel Grün bespielt, so dass sie wie eine Erweiterung des Gartens wirken und ein fließender Übergang zwischen drinnen und draußen entsteht. Hierbei wird aufgezeigt, dass Outdoor-Möbel im Alltag eine immer wichtigere Rolle spielen, so dass sie weitestmöglichen Komfort bieten sollen. Die Installation wird von aufeinanderfolgenden Gazevorhängen in Grün- und Gelbtönen abgerundet, deren leichtes Wehen im Wind den Besucher mit einer sanften Bewegung begleitet.


Es gibt ein neues Bewusstsein für Outdoor-Bereiche. Welches neues Ambiente zeichnet sich ab?

Noch nie zuvor wie in diesem Jahr bestand die Notwendigkeit, Zeit im Freien zu verbringen und dort Beschäftigungen nachzugehen, die normalerweise in Innenräumen stattfinden, sei es nun Arbeit, Wellness oder Zeitvertreib. Es ist schön zu sehen, wie sich die Menschen die urbanen Räume angeeignet haben. Das hat gewiss viele Veränderungen in den Gewohnheiten und Lebensstilen herbeigeführt und eine Neugestaltung des öffentlichen wie privaten Lebensraums angestoßen. Der Außenbereich erhält im kontinuierlichen Wechselspiel mit dem Innenbereich einen neuen Stellenwert.


Wo sehen Sie die größten Veränderungen in puncto Einrichtungsmaterialien und -oberflächen?

Der Fokus auf Outdoor-Möbel hat die Unternehmen veranlasst, sich verstärkt der Forschung und Entwicklung im Bereich witterungsbeständiger Materialien und Oberflächen zu widmen. Outdoor-Möbel zeigen immer mehr Ähnlichkeit mit Möbeln für das Interieur. Dahinter verbirgt sich eine intensive Materialforschung. Gerade Textilien, Leder, Metall und Holz spielen diese Bivalenz aus.


Wie wird das Thema In- und Outdoor bei keramischen Belägen umgesetzt?

Wir finden die Entstehung neuer Haptiken von Feinsteinzeug spannend, mit neuen Formen und Farben. Doch uns gefallen keramische Fliesen nicht nur als Wand- und Bodenbelag, sondern auch als Verkleidung von Einrichtungselementen. Im Outdoor-Bereich ist der Einsatz von Feinsteinzeug für die Poolauskleidung interessant. Je nach Oberfläche und Farbe kann man dem Wasser immer wieder andere Nuancen verleihen.